Sonderaktivitäten des Lions Club Eisenstadt

Altbrillensammlung

Altbrillensammlung

Warum sammeln wir alte Brillen?

Das schlechte Sehvermögen von 153 Millionen Menschen, die sonst keinen Zugang zur Augenversorgung haben, kann mit gebrauchten, jedoch weiterhin gebrauchsfähigen Brillen, korrigiert werden. Mit Hilfe gespendeter Brillen können Millionen von Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben die Chance erhalten, richtig zu sehen und somit eine Schule zu besuchen, einem Beruf nachzugehen und für ihre Familien sorgen zu können. Ziel unserer Brillensammelaktion ist es, vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen kostenlos gutes Sehen zu ermöglichen.

Ab Jänner 2016 startet wieder eine Aktion mit dem aus Nìgeria stammenden Pfarrer Mag. Dr. Emeka Emeakaroha von der Pfarrgemeinschaft Ober-Grafendorf-Welnburg, beì der Altbrillen - so gut es eben geht - Menschen als Sehhilfe angepasst werden.

Wir sammeln

Brillen, Lesebrillen, Sonnenbrillen und Brillengestelle

Wo kann ich meine alten Brillen abgeben?

In allen Altbrillensammelstellen - einfach in die Sammelbox einwerfen! Die Standorte für Sammelboxen finden sie unten angeführt.

Was geschieht mit den gesammelten Brillen?

Die gesammelten Altbrillen werden in der Fachberufsschule für Optik in Hall in Tirol aufbereitet, ausgemessen, nach Stärken sortiert und sodann nach Burkina Faso weitergeleitet, wo eine Kooperation mit der ersten Optikerschule in West Afrika besteht. Weiters ist eine Kooperation mìt einer Augenstation in Kenia geplant.

Ausgebildete Lions sowie professionelle Augenärzte führen Augentests durch und versorgen bedürftige Kinder und Erwachsene kostenlos mit gebrauchten Brillen.

So erfüllt unsere Lions-Aktion einen doppelten Zweck. Erstens kommen die Brillen dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden und zweitens dient unsere Aktion auch der Lehrlingsausbildung in Österreich.

Spenden Sie ihre alte Brille für ein neues Lebensgefühl!

Erste Ergebnisse der Sammelaktion:

Der Lions Club Eisenstadt sammelte im Jahre 2016 in der Landeshauptstadt und im Bezirk Eisenstadt-Umgebung mit 20 Sammelstellen Altbrillen. Insgesamt wurden von der Bevölkerung bisher 3.280 Altbrillen gespendet und vom Lions Club Eisenstadt an die Optikerschule nach Hall in Tirol geschickt.

Auch der Bgm. von Eisenstadt, LAbg. Mag. Thomas Steiner, stellte sich in den Dienst der guten Sache. "Wir freuen uns, dass damit vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen in Afrika geholfen werden kann." Auf Grund des beeindruckenden Sammelergebnisses wird die Aktion auch im Jahre 2018 mit 11 Sammelstellen fortgesetzt.

Standorte der Sammelboxen für Altbrillen

 

2491 Neufeld an der Leitha

  • Gemeindeamt, Hauptstraße 55

7000 Eisenstadt

  • Fa. Brilleria Augenoptik, Hauptstraße 37
  • Landhaus-alt, Personalvertretung, Europaplatz 1
  • Martin-Kaserne, Ing.-Hans-Sylvester-Straße 6
  • Fa. Nechansky, Beim alten Stadttor 5
  • Pearle Österreich GmbH, Haidäcker Park 2
  • Rathaus, Hauptstraße 35
  • Dr. Günther Tölly, Johann-Permayer-Straße 8

7062 St. Margarethen

  • Gemeindeamt, Hauptplatz 1

7082 Donnerskirchen

  • Schutzengel Apotheke, Neusiedlerstraße 16

7083 Purbach

  • Schutzengel Apotheke, Hauptgasse 13
Hilfe für Burkina Faso

Mit Mangos Schulen bauen

Foto Andreas Reichert

Foto: Andreas Reichert

Burkina Faso, die ehemalige französische Kolonie Obervolta, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Etwa 90 % der Bevölkerung betreiben den Anbau von Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf. Nur rund 36 % der ca. 19 Mio. Einwohner beherrscht das Alphabet. Viele Kinder können auch heute noch nicht zur Schule gehen.

Nur wenige Eltern können die Einschreibe- und Verwaltungsgebühren sowie die Schulhefte und Stifte selbst bezahlen. Beim Bau von Schulen muss auch die Bevölkerung mithelfen.

In Thalheim (D) wurde im Jahre 1999 der Hilfsfonds "Burkina Faso" gegründet. Dieser Hilfsfonds hat sich unter dem Motto "Schulen bauen - Zukunft bauen" zum Ziel gesetzt, vor Ort durch den Bau von Schulen Bildung zu schaffen und die damit verbundenen Arbeitsplätze vor Ort zu sichern - als Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft.

Beabsichtigt der Hilfsfonds eine Schule zu bauen, so fragt er beim Kultusministerium an, welche Dörfer oder Regionen noch Schulen benötigen. Der Vorschlag des Ministeriums wird aufgegriffen, die Schule geplant, gebaut und mit Einrichtungsgegenständen ausgerüstet. Zur Eröffnung kommt dann ein Vertreter des Ministeriums und übernimmt die Schule. Mit der Eröffnung geht sie in Staatseigentum über, der Staat bezahlt im Weiteren die Lehrer. Die Gebäudeinstandhaltung wird durch den Hilfsfonds geleistet.

Da es auf dem Land in Burkina wenig öffentliche Verkehrsmittel gibt (80 % der Bevölkerung sind mit Fahrrad und Moped unterwegs) und die Kinder zu Fuß in die Schule gehen, ist es notwendig, möglichst viele Schulen in Dorfnähe zu bauen (Idealfall wäre eine Entfernung von weniger als 8 km Fußweg).

Mit dem Erlös von Mango-Exporten aus Burkina Faso nach Österreich und Deutschland sowie weiteren Unterstützungen werden diese Ziele verwirklicht. Dadurch können auch 30 Bauernfamilien vom Verkauf ihrer Mangos leben.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999 wurden insgesamt 9 Grundschulen und 1 Berufsschule an verschiedenen Standorten gebaut. Der Bau einer Klasse kostet etwa 6.000 EURO. In der Regel werden 50 bis 80 Kinder von einem Lehrer unterrichtet. So muss jährlich ein Klassenzimmer für jeden Jahrgang hinzugebaut werden, um die Schüler aller 6 Jahrgänge einschulen zu können. 2016 wurde mit dem Bau einer Schule für sehbehinderte und blinde Kinder in Noana begonnen. Auch diese Schule wird vom Fonds unterstützt. Jedes Jahr besuchen Delegationen aus Deutschland und Österreich die Projekte, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Weitere Projekte sind die Stromversorgung durch Solaranlagen und Aufforstungen, davon 3,5 ha bei den Schulen. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse "ernten" können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben, wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen. Die Kinder bekommen dafür ein kleines Taschengeld (ca. 10 EURO im Jahr).

Zusammenfassung:

Durch die Arbeit und Projekte des Hilfsfonds sollen nachfolgende Punkte realisiert werden:

  • Durch Bildung Wohlstand für alle schaffen, d.h. an möglichst vielen unterschiedlichen Standorten Schulen bauen inkl. Mensabetrieb und schuleigenen Brunnen sowie durch die Erweiterung der Erwachsenenbildung
  • Aufbau eines dualen Berufsausbildungssystem nach deutschem/österreichischem Vorbild
  • Handwerker, Bauern und Handel vor Ort Arbeit geben und unterstützen
  • Erwirtschaftung des nötigen Kapitals durch den Verkauf von Mangos und in naher Zukunft auch mit Papayas - hierzu entsprechende Aufforstungen durchführen
  • Neue Technologien wie Solartechnik einführen, so dass im Land Fachkräfte dafür ausgebildet werden können
  • Stärkung der Wirtschaft durch Import/Export und Verkauf von Produkten in Deutschland und Österreich
  • Durch Wirtschaftswachstum auch die Demokratiebewegung stärken und voran bringen

Weitere Informationen finden Sie auf www.direkthilfe-Burkina.de

Einfriedung Koudougou

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Blindenschule in Nouna

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Grundschule in Dapoya

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Aufbau von Solarmodulen

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