Projekte des Lions Club Eisenstadt

Wasserlehrpfad Eisbach

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der weltweiten Lions Vereinigung errichtete der Lions Club Eisenstadt in Zusammenarbeit mit der Freistadt Eisenstadt einen Wasserlehrpfad entlang des renaturierten Eisbaches in Eisenstadt. Auf 8 Schautafeln und mit einer Begleitbroschüre wird der Besucher über den Eisbach, das Leben im Wasser, den Hochwasserschutz, die Renaturierung von Gewässern, den Wasserkreislauf, die Wasserversorgung, die Kanalisation und die Abwasserreinigung informiert.

Der Lehrpfad hat eine Länge von 3 km und ist für Kinder und Erwachsene geeignet. Er ist ganzjährig frei begehbar bzw. kann auch mit dem Fahrrad besichtigt werden. Parkmöglichkeiten für PKW finden Sie oberhalb des Rückhaltebeckens Kleinhöflein, beim Shopping Center Haidäcker Park und vor dem Bauhof/der Abfallsammelstelle der Freistadt Eisenstadt. Bei Interesse können nach Voranmeldung auch geführte Wanderungen mit einer Naturpädagogin des Naturschutzbundes Burgenland organisiert werden.

Kontakt:  Ilse Szolderits, Tel.: 0699/81416935, Email: ilse.szolderits@naturschutzbund.at

Bei Interesse können auch die Anlagen des WLV Nördliches Burgenland (Tel.: 02682/609 279) und des AWV Eisenstadt-Eisbachtal (Hr. Dipl.-Ing. Thomas Kögler, Tel.: 02682/64501) besichtigt werden.

Weitere Auskünfte gibt Ihnen gerne Dipl.-Ing. Gerhard Spatzierer, Tel.: 0664/7318 2201.

Die Begleitbroschüre kann kostenlos im Rathaus Eisenstadt (Info-Stelle) bezogen werden.

Am 13. Mai 2017 wurde dieser Lehrpfad feierlich nach Segnung durch Generalvikar Mag. Martin Korpitsch und Dr. Herbert Rampler von Bgm. Mag. Thomas Steiner und Präsident Ing. Reinhard Hackel eröffnet.

Altbrillensammlung

Altbrillensammlung

Warum sammeln wir alte Brillen?

Das schlechte Sehvermögen von 153 Millionen Menschen, die sonst keinen Zugang zur Augenversorgung haben, kann mit gebrauchten, jedoch weiterhin gebrauchsfähigen Brillen, korrigiert werden. Mit Hilfe gespendeter Brillen können Millionen von Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben die Chance erhalten, richtig zu sehen und somit eine Schule zu besuchen, einem Beruf nachzugehen und für ihre Familien sorgen zu können. Ziel unserer Brillensammelaktion ist es, vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen kostenlos gutes Sehen zu ermöglichen.

Ab Jänner 2016 startet wieder eine Aktion mit dem aus Nìgeria stammenden Pfarrer Mag. Dr. Emeka Emeakaroha von der Pfarrgemeinschaft Ober-Grafendorf-Welnburg, beì der Altbrillen - so gut es eben geht - Menschen als Sehhilfe angepasst werden.

Wir sammeln

Brillen, Lesebrillen, Sonnenbrillen und Brillengestelle

Wo kann ich meine alten Brillen abgeben?

In allen Altbrillensammelstellen - einfach in die Sammelbox einwerfen! Die Standorte für Sammelboxen finden sie unten angeführt.

Was geschieht mit den gesammelten Brillen?

Die gesammelten Altbrillen werden in der Fachberufsschule für Optik in Hall in Tirol aufbereitet, ausgemessen, nach Stärken sortiert und sodann nach Burkina Faso weitergeleitet, wo eine Kooperation mit der ersten Optikerschule in West Afrika besteht. Weiters ist eine Kooperation mìt einer Augenstation in Kenia geplant.

Ausgebildete Lions sowie professionelle Augenärzte führen Augentests durch und versorgen bedürftige Kinder und Erwachsene kostenlos mit gebrauchten Brillen.

So erfüllt unsere Lions-Aktion einen doppelten Zweck. Erstens kommen die Brillen dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden und zweitens dient unsere Aktion auch der Lehrlingsausbildung in Österreich.

Spenden Sie ihre alte Brille für ein neues Lebensgefühl!

Erste Ergebnisse der Sammelaktion:

Der Lions Club Eisenstadt sammelte im Jahre 2016 in der Landeshauptstadt und im Bezirk Eisenstadt-Umgebung mit 20 Sammelstellen Altbrillen. Insgesamt wurden von der Bevölkerung bisher 3.280 Altbrillen gespendet und vom Lions Club Eisenstadt an die Optikerschule nach Hall in Tirol geschickt.

Auch der Bgm. von Eisenstadt, LAbg. Mag. Thomas Steiner, stellte sich in den Dienst der guten Sache. "Wir freuen uns, dass damit vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen in Afrika geholfen werden kann." Auf Grund des beeindruckenden Sammelergebnisses wird die Aktion auch im Jahre 2018 mit 11 Sammelstellen fortgesetzt.

Standorte der Sammelboxen für Altbrillen

 

2491 Neufeld an der Leitha

  • Gemeindeamt, Hauptstraße 55

7000 Eisenstadt

  • Fa. Brilleria Augenoptik, Hauptstraße 37
  • Landhaus-alt, Personalvertretung, Europaplatz 1
  • Martin-Kaserne, Ing.-Hans-Sylvester-Straße 6
  • Fa. Nechansky, Beim alten Stadttor 5
  • Pearle Österreich GmbH, Haidäcker Park 2
  • Rathaus, Hauptstraße 35
  • Dr. Günther Tölly, Johann-Permayer-Straße 8

7062 St. Margarethen

  • Gemeindeamt, Hauptplatz 1

7082 Donnerskirchen

  • Schutzengel Apotheke, Neusiedlerstraße 16

7083 Purbach

  • Schutzengel Apotheke, Hauptgasse 13
Hilfe für Burkina Faso

Mit Mangos Schulen bauen

Foto Andreas Reichert

Foto: Andreas Reichert

Burkina Faso, die ehemalige französische Kolonie Obervolta, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Etwa 90 % der Bevölkerung betreiben den Anbau von Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf. Nur rund 36 % der ca. 19 Mio. Einwohner beherrscht das Alphabet. Viele Kinder können auch heute noch nicht zur Schule gehen.

Nur wenige Eltern können die Einschreibe- und Verwaltungsgebühren sowie die Schulhefte und Stifte selbst bezahlen. Beim Bau von Schulen muss auch die Bevölkerung mithelfen.

In Thalheim (D) wurde im Jahre 1999 der Hilfsfonds "Burkina Faso" gegründet. Dieser Hilfsfonds hat sich unter dem Motto "Schulen bauen - Zukunft bauen" zum Ziel gesetzt, vor Ort durch den Bau von Schulen Bildung zu schaffen und die damit verbundenen Arbeitsplätze vor Ort zu sichern - als Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft.

Beabsichtigt der Hilfsfonds eine Schule zu bauen, so fragt er beim Kultusministerium an, welche Dörfer oder Regionen noch Schulen benötigen. Der Vorschlag des Ministeriums wird aufgegriffen, die Schule geplant, gebaut und mit Einrichtungsgegenständen ausgerüstet. Zur Eröffnung kommt dann ein Vertreter des Ministeriums und übernimmt die Schule. Mit der Eröffnung geht sie in Staatseigentum über, der Staat bezahlt im Weiteren die Lehrer. Die Gebäudeinstandhaltung wird durch den Hilfsfonds geleistet.

Da es auf dem Land in Burkina wenig öffentliche Verkehrsmittel gibt (80 % der Bevölkerung sind mit Fahrrad und Moped unterwegs) und die Kinder zu Fuß in die Schule gehen, ist es notwendig, möglichst viele Schulen in Dorfnähe zu bauen (Idealfall wäre eine Entfernung von weniger als 8 km Fußweg).

Mit dem Erlös von Mango-Exporten aus Burkina Faso nach Österreich und Deutschland sowie weiteren Unterstützungen werden diese Ziele verwirklicht. Dadurch können auch 30 Bauernfamilien vom Verkauf ihrer Mangos leben.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999 wurden insgesamt 9 Grundschulen und 1 Berufsschule an verschiedenen Standorten gebaut. Der Bau einer Klasse kostet etwa 6.000 EURO. In der Regel werden 50 bis 80 Kinder von einem Lehrer unterrichtet. So muss jährlich ein Klassenzimmer für jeden Jahrgang hinzugebaut werden, um die Schüler aller 6 Jahrgänge einschulen zu können. 2016 wurde mit dem Bau einer Schule für sehbehinderte und blinde Kinder in Noana begonnen. Auch diese Schule wird vom Fonds unterstützt. Jedes Jahr besuchen Delegationen aus Deutschland und Österreich die Projekte, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Weitere Projekte sind die Stromversorgung durch Solaranlagen und Aufforstungen, davon 3,5 ha bei den Schulen. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse "ernten" können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben, wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen. Die Kinder bekommen dafür ein kleines Taschengeld (ca. 10 EURO im Jahr).

Zusammenfassung:

Durch die Arbeit und Projekte des Hilfsfonds sollen nachfolgende Punkte realisiert werden:

  • Durch Bildung Wohlstand für alle schaffen, d.h. an möglichst vielen unterschiedlichen Standorten Schulen bauen inkl. Mensabetrieb und schuleigenen Brunnen sowie durch die Erweiterung der Erwachsenenbildung
  • Aufbau eines dualen Berufsausbildungssystem nach deutschem/österreichischem Vorbild
  • Handwerker, Bauern und Handel vor Ort Arbeit geben und unterstützen
  • Erwirtschaftung des nötigen Kapitals durch den Verkauf von Mangos und in naher Zukunft auch mit Papayas - hierzu entsprechende Aufforstungen durchführen
  • Neue Technologien wie Solartechnik einführen, so dass im Land Fachkräfte dafür ausgebildet werden können
  • Stärkung der Wirtschaft durch Import/Export und Verkauf von Produkten in Deutschland und Österreich
  • Durch Wirtschaftswachstum auch die Demokratiebewegung stärken und voran bringen

Weitere Informationen finden Sie auf www.direkthilfe-Burkina.de

Einfriedung Koudougou

Einfriedung Koudougou

Blindenschule in Nouna

Blindenschule in Nouna

Grundschule in Dapoya

Grundschule in Dapoya

Aufbau von Solarmodulen

Aufbau von Solarmodulen

Projektfortschritte 2018

  • Feierliche Einweihung neuer Klassenräume
    der Grundschule in Dapoya, die heute über insgesamt 6 Klassenräume und Lehrerzimmer verfügt. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass inzwischen die Anzahl der Mädchen und Jungen in einer Kasse ungefähr ausgeglichen ist. Mit der Montage einer Solaranlage (Januar 2017) verfügt auch diese Schule über elektrischen Strom und kann abends belichtet werden.

 

  • Wasserspeicher mit Solarpumpe:
    Im April 2018 hat die Berufsschule in Koudougou einen Wasserhochbehälter erhalten. Dieser wurde in einer Konstruktionswerkstatt extra angefertigt. Darin kann nun eine große Wassermenge gespeichert werden, damit auch in langen Trockenphasen ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Um das Wasser aus der Erde in den Behälter zu befördern, wurde nun im Juni 2018 eine solarbetriebene Wasserpumpe installiert. Die neue Wasserstelle wird dankbar angenommen, nicht nur von den SchülerInnen, sondern auch von den Menschen aus der Umgebung.

  • Aufforstungsprojekte:
    An den Schulen gibt es Baumpflanzungsprojekte mit einer Aufforstungsfläche von ca. 3,5 ha. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse „ernten“ können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen.

 

Alternativer-Nobelpreis
Die Zeit berichtete über die Verleihung des alternativen Nobelpreises an Yacouba Sawadogo.
Sawadogo ist ein Bauer aus dem Norden von Burkina Faso, der eine eigene den Anbau von Getreide in der Sahelzone entwickelt hat.
Nachfolgender Link führt zum Zeitartikel:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-09/yacouba-sawadogo-alternativer-nobelpreis-landwirtschaft-trockenheit-boeden
PS: der Nobelpreis hat keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verein „Direkthilfe-Burkina“

Projektfortschritte 2017

Solarstromanlage für Schule in Dapoya

Solarmodul Schule Dapoya

Im Januar 2017 hat auch die Grundschule in Dapoya eine Solaranlage erhalten. Passam Tiendrebeogo konnte bei seinem Burkina-Besuch Anfang des Jahres der Inbetriebnahme der neu installierten Solaranlage beiwohnen. Dadurch wird nun auch an dieser Schule durch die neu gewonnene Elektrizität der abendliche Erwachsenenunterricht möglich gemacht. Schüler und Lehrer sind hoch motiviert und freuen sich an der schönen Schule.

Ausbildung in Digitaltechnik

Unterricht in Digitaltechnik

Im Juli wurden die Klassenräume unserer Berufsschule in Koudougou für die Ausbildung junger Menschen in Digitaltechnik genutzt. 160 Schülerinnen und Schüler konnten daran teilnehmen. Die hierfür erforderlichen PCs wurden von der Realschule Spaichingen und der Uni Basel zur Verfügung gestellt. Das Ministerium für Entwicklung, Kommunikation und digitale Angelegenheiten hat die Schulklassen besucht und die Zufriedenheitsnote „sehr gut“ vergeben.

Gelände der Berufsschule erhält Umzäunung

Handarbeit

Im August ist mit der Einfriedung des Berufsschulgeländes in Koudougou begonnen worden. Dafür wurde für das Fundament der Mauer zunächst ein tiefer Graben ausgehoben – alles in Handarbeit mit Hacke, Spaten und Schaufel! Schon im Oktober ist das Fundament fertiggestellt.

Elektrische Getreidemühle finanziert

Getreidemühle

Der Bürgermeister der Kommune von Boussé (50 km nordwestlich der Hauptstadt Ouagadougou gelegen) erhält vom Hilfsfonds eine elektrische Getreidemühle. Diese wurde vom Salzladen in Freiburg gespendet. Die Mühle erspart den Frauen viel körperliche Arbeit, Zeit und Kraft, die sie nun für andere Aktivitäten nutzen können.

Solarstromanlage für Schule in Villy

Solarmodule

Unsere erste Schule (2001-2004 gebaut) verfügt nun auch über elektrisches Licht. Rechtzeitig vor Schulbeginn wurde die neue Solaranlage in Betrieb genommen. Somit kann auch an dieser Schule Abendunterricht stattfinden. Besonderen Dank gilt unserem Partnerverein „Solar-Energie für Afrika e.V.“, mit dem zusammen dieses Projekt verwirklicht worden ist.

Blindenschule erhält eigenen Trinkwasserbrunnen

Fertiger Brunnen

Die im Herbst 2016 gebaute Schule in Nouna für Sehbehinderte und andere Kinder, hat im Sommer 2017 einen eigenen Trinkwasserbrunnen erhalten. Diese Investition ist sehr wichtig. Denn für Kinder, die wegen verunreinigtem Wasser erkranken und nicht zur Schule gehen können, hat der schönste Bau keinen Nutzen. Außerdem müssen die Schülerinnen und Schüler ihr Trinkwasser nicht mehr kilometerweit schleppen, sondern können es vor Ort frisch & kühl an die Oberfläche befördern.

Nähmaschinen für Berufsschule

Nähmaschinen Berufsschule

Mit dem Erhalt von mehreren Nähmaschinen, die uns die Realschule Spaichingen zur Verfügung gestellt hat, kann mit der Ausbildung zur Schneiderin bzw. zum Schneider an der Berufsschule in Koudougou begonnen werden. Der erste Ausbildungskurs soll mit dem nächsten Semester starten.

Lese- und Bastelworkshops an der Berufsschule

Kinderbetreuung lesen

Dieses neue Angebot in Koudougou richtet sich vor allem an Kinder, die wegen der Berufstätigkeit ihrer Eltern viel auf sich alleine gestellt sind. In den Räumen unserer Berufsschule finden deshalb seit neuestem unterschiedliche Workshops statt, die den Kindern helfen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Sie werden beaufsichtigt, angeleitet und erfahren Gemeinschaft. Als Gegenleistung helfen die Kinder mit, das Gelände der Berufsschule sauber zu halten.