Projekte des Lions Club Eisenstadt

Mein Körper gehört mir!

Mein Körper gehört mir!

Ein theaterpädagogisches Programm des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention an Österreichs Volksschulen

Dieses Programm ist ein interaktives, theaterpädagogisches, mehrteiliges Stück, mit welchem dem sexuellen Missbrauch an Kindern präventiv entgegengetreten wird. Ziel ist es, die Kinder in ihrem Wissen zu stärken, dass ihr Körper ihr persönliches Eigentum ist. Er gehört ihnen und nur sie wissen, wie ihr Körper fühlt.

 

Der Hintergrund

Sich selbst vertrauen

„Mein Zimmer, mein Auto, meine Mama!“ Schon die Kleinen wissen, was ihnen gehört. „Mein Mund, meine Beine, mein Po?“ Dass sie Besitzansprüche auf ihren Körper haben, wird Kindern nur sehr selten beigebracht. Sie wachsen mit körperlicher Nähe auf – und die tut eigentlich immer gut. Aber manche Erwachsene missbrauchen das Vertrauen der Kinder.

Und gerade im nahen sozialen Umfeld verschwimmen die Grenzen zwischen Zärtlichkeit und Missbrauch sehr langsam. „Ja, ich mag meinen Onkel. Nein, ich mag nicht, wie er mich gerade berührt!“

Viele Kinder verstummen, wenn sich ihre Ja- und Nein-Gefühle widersprechen. Mit „Mein Körper gehört mir!“ werden Kinder ermutigt, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen von ihnen zu erzählen und sich Hilfe zu holen.

 

Mein Körper gehört mir!

Warum?

Wissen macht stark!

Kinder, die wissen, wie sie sich in unsicheren Situationen verhalten können, gehen gestärkt durchs Leben.

Mit „Mein Körper gehört mir!“ werden deshalb ganz praktische Strategien vermittelt. Was kannst du tun, wenn jemand deine körperlichen Grenzen überschreitet? Wie wehrt man sich gegen sexuelle Gewalt? „Wenn du ein Nein-Gefühl hast, geh´ zu jemandem und erzähl ihm davon!“ So lauten die wichtigsten Botschaften.

Deshalb nehmen die Kinder am Ende nicht nur positive Gefühle und Geschichten mit nach Hause, sondern auch viele Informationen und Strategien, die ihnen weiter helfen können.

Spannende Dialoge – mit dem Publikum

Das Programm beginnt nicht mit „Vorhang auf!“. Bevor die Kinder das theaterpädagogische Team (immer Frau und Mann) in verschiedenen Rollen erleben, lernen sie die Schauspieler erstmal als reale Personen kennen. Denn „Mein Körper gehört mir!“ ist keine Show, sondern eine lebhafte Unterhaltung mit den Kindern. Da ist es selbstverständlich, dass eine klare und kindgerechte Sprache gesprochen wird. Und singen! Am Anfang jeder Begegnung sorgt das Körperlied „Mein Körper springt lustig umher“ für gute Laune. Das macht uns stark für ernste Themen.

 

Mein Körper gehört mir!

Fakten!

Der Zwang, das schreckliche Geheimnis zu wahren, belastet betroffene Kinder im höchsten Maß! TäterInnen sagen beispielsweise: „Deine Eltern werden dir nicht glauben. Sie kennen mich und sie werden sagen, dass du schlecht und verlogen bist.”

„Wenn du was sagst, komme ich ins Gefängnis. Die Mama und deine Geschwister werden dann böse auf dich sein.”

„Die Mama wird sehr traurig sein, wenn sie das erfährt. Sie wird weinen, vielleicht wird sie auch krank und stirbt.”

Diese Vorstellung ist unerträglich für ein Kind und so suchen Mädchen und Buben oft die Schuld bei sich selbst oder glauben gezwungenermaßen den Ausreden der TäterInnen.

Für viele betroffene Mädchen und Buben beginnt der sexuelle Missbrauch im Familienverband besonders früh. Manchmal trifft es schon Säuglinge und Kleinkinder.

TäterInnen verstecken ihre Übergriffe oft im Spiel, in der Körperpflege oder in körperlichen Untersuchungen. Sie fädeln solche „Spiele” so raffiniert ein, dass das Kind vollkommen verwirrt ist, an der eigenen Wahrnehmung zweifelt und schweigend leidet.

  • Über 50 % der Betroffenen sind unter 6 Jahren.
  • 30 % im Alter von 6 bis 10 Jahren.
  • In 80 % der Fälle sucht das Opfer die Schuld bei sich.                      
  • 90 % der TäterInnen finden sich im Familienkreis.
  • Nur 10 % sind FremdtäterInnen.

 

Welche Strategien benutzen TäterInnen?

  • In 40 % der Fälle emotionale Zuneigung
  • Bei 30 % herrscht körperliche Gewalt
  • Bei 10 % der Opfer wird gedroht
  • 5 % werden mit Geschenken und Geld dazu verführt.

Sexueller Missbrauch an Kindern jeden Alters ist weiter verbreitet als man glaubt oder glauben will. Durchschnittlich muss ein betroffenes Kind neun Mal bei Erwachsenen um Hilfe bitten, bevor es Hilfe bekommt.

Eine Präventionsmaßnahme gegen sexuellen Missbrauch ist, den Eltern, LehrerInnen und Kindern Strategien zu vermitteln, die ihnen mehr Sicherheit geben können.

Wir finden, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Sexueller Missbrauch ist ein schlechte Geheimnis. Wir wollen mit unserer Aufklärungsarbeit verhindern, dass es für Kinder schlechte Geheimnisse gibt.

Darum dieses Programm!

 

Mein Körper gehört mir!

Wozu dieses Theater?

Das theaterpädagogische Programm „Mein Körper gehört mir” läuft bereits seit 2001 höchst erfolgreich an den 3. und 4. Klassen der Volksschulen in Österreich. 40 TheaterpädagogInnen, insgesamt 20 Teams immer Frau und Mann, stärken jede Woche hunderte von Kindern!

Angst und Misstrauen sind Vokabeln, die in diesem Theaterprogramm nicht vorkommen. Dagegen werden die Mädchen und Buben der 3. und 4. Klasse Volksschule in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

Durch dieses Theaterprogramm lernen die Kinder

  • Mut zu haben
  • ihr Selbstvertrauen zu stärken und somit
  • Situationen besser einzuschätzen
  • ihren Körper als Eigentum, als etwas Wertvolles und Schützenswertes anzusehen
  • „Ja”- und „Nein”-Gefühle auszusprechen
  • eigenen Gefühlen zu trauen
  • was sexuelle Misshandlung durch Fremde und Familienangehörige bedeutet
  • dass es feste Regeln gibt, die sie schützen

 

Vorreiter dieser Art der Prävention gegen sexuellen Missbrauch sind Anna Pallas und Reinhard Gesse, die 1994 in Osnabrück die Theaterpädagogische Werkstatt gründeten. Für die beiden Theaterpädagogen bedeutet Prävention vor allem Selbstbestimmung und Stärkung der Position der Kinder. Mit viel Einfühlungsvermögen werden Probleme und Konflikte theaterpädagogisch dargestellt. Im anschließenden Gespräch mit den Kindern werden gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Prävention braucht Engagement –
Kinder danken!

  • Leuchtende Augen
  • Lächelnde Gesichter
  • Gestärkte Gefühle
  • Verbessertes Selbstwertgefühl
  • Informierte Lehrer
  • Sichere Eltern

Mein Körper gehört mir!

Entwicklung

Das theaterpädagogische Programm gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Buben „Mein Körper gehört mir” wurde 1994 von Anna Pallas und Reinhard Gesse von der Theaterpädagogischen Werkstatt in Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund, der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS), der Niedersächsischen Polizei und weiteren Organisationen entwickelt. Seit 2001 wird "Mein Körper gehört mir" auch in Österreichischen Volksschulen angeboten.

Eltern/Lehrerabend

Das Programm beginnt grundsätzlich mit dem Eltern- bzw. LehrerInnenabend. An diesem Abend werden den Eltern bzw. LehrerInnen die drei Teile des Programms „Mein Körper gehört mir” vorgeführt. Dies ist deshalb notwendig, um den Eltern – für die Erziehung – und LehrerInnen – für den Unterricht – die umfassende Thematik des sexuellen Missbrauchs näher zu bringen, ihnen zu zeigen, wie kindgerecht dieses Stück aufgebaut ist, sie aufmerksam zu machen, wie wichtig eine präventive (gewaltfreie) Erziehung für die Sicherheit und die Gesundheit ihrer Kinder ist. Im Anschluss an dieses Stück stehen Fachleute, vorwiegend ein(e) PsychotherapeutIn, PsychologIn für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Eine Broschüre wird gratis verteilt.

  • Einführung in das Thema „Sexueller Missbrauch”
  • Aufführung der drei Teile des Theaterstückes „Mein Körper gehört mir”
  • Präventionsmöglichkeiten in Schule, Erziehung und Familie
  • Vorstellung von Literatur
  • Diskussion
  • Verteilung der Broschüre „Gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Buben - ein Ratgeber für Mütter, Väter, LehrerInnen und Interessierte”
  • Dauer ca. 2 bis 2 1/2 Stunden

Unsere Botschaften an die LehrerInnen, Eltern und Kinder sind u.a.:

Was sind Ja- und Nein-Gefühle und wie fühlen sich solche Gefühle an; wenn ich ein Nein-Gefühl habe, was kann ich tun; was bedeutet sexueller Missbrauch; wie verhalte ich mich bei einem Exhibitionisten; was bedeutet Chatten und welche Gefahren ergeben sich daraus; wie können mir die drei Fragen beim Einschätzen von unklaren Situationen helfen, was sind gute und schlechte Geheimnisse und warum ist das kein "Petzen", wenn ich schlechte Geheimnisse Erwachsenen anvertrauen.

Die drei Teile des interaktiven Programms „Mein Körper gehört mir” werden den Kindern der 3. und 4. Klasse Volksschule im Abstand von jeweils einer Woche „gezeigt” und zwar für jede Klasse getrennt. Dazu muss ein eigener Raum zur Verfügung stehen, beispielsweise ein Medien- oder Werkraum, eine Bibliothek, ein Turnraum/Turnsaal, eine leere Klasse, etc.

Im Sinne einer hohen Qualität zu der wir uns bekennen, ist das erforderlich, um den Kindern das Verlassen dieses Raumes, in dem nach der Aufführung viele Emotionen "schwingen", zu ermöglichen.

Jeder Teil dieses Programms dauert je nach Größe der Klasse bzw. je nach Interaktion, also Mitarbeit der Kinder, bis zu einer Schulstunde. Für dieses mobile Programm sind keine technischen Voraussetzungen notwendig. Das Spielerpaar bringt seine Utensilien selbst mit. Der Aufbau der Bühne dauert etwa 15 Minuten.

Interaktion

Das Spielerpaar, immer Frau und Mann, zeigt Alltagssituationen, die es dann mit den Kindern bespricht. Kinder lernen durch dieses theaterpädagogische Programm ihren Gefühlen zu vertrauen und sich selbst zu schützen.

Das Programm hilft den Kindern zu verstehen

  • dass sie zwischen Ja-Gefühlen und Nein-Gefühlen unterscheiden können
  • dass sie ihren eigenen Gefühlen vertrauen sollen
  • dass ihr Körper ihnen allein gehört
  • dass sie selbst zu Ihrer eigenen Sicherheit beitragen können
  • dass es feste Regeln dafür gibt, sich auch in unsicheren Situationen zu schützen

Thaeterprogramm Teil 1

Kurzbeschreibung
Warming up (mit den Kindern ins Gespräch kommen).
Lied (1. Strophe)
Überleitung Berührungsgesten (Ja-Gefühl / Nein-Gefühl)

Szene 1: Haare kämmen (Ja-Gefühl / Nein-Gefühl)
Szene 2: Spiel im Bus – ein fremder Jugendlicher legt einem Mädchen die Hand auf die Schulter
Szene 3: Nachbar gibt Tennistipps und greift dem Buben dabei auf den Po. Abschluss: Lied

Kinder der 3. und 4. Klasse Volksschule lernen Grundfertigkeiten, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und Situationen besser einschätzen zu können. Sie lernen ihren Körper als etwas Wertvolles zu betrachten. Das Begriffspaar „Ja-Gefühl” und „Nein-Gefühl” wird eingeführt und gefestigt.

Bei diesem Teil lernen die Kinder „Nein” zu sagen. Es hilft den Kindern, das nötige Selbstvertrauen zu erlangen und in unterschiedlichen Situationen „Nein” zu sagen. Wenn Kinder sexuell missbraucht worden sind und sich schämen, trauen sie sich oft nicht, mit einem Erwachsenen zu reden. Wir müssen ihnen die Sicherheit geben, dass wir ihnen glauben. Dadurch kann ein großer Teil der Probleme schon gelöst werden. Am Ende des ersten Teiles haben die Kinder gelernt, ihre Gefühle zu erkennen und mitzuteilen. Eltern und Lehrer müssen die Kinder darin unterstützen, das Gelernte anzuwenden.

Wir vermitteln den Kindern die ausdrückliche Erlaubnis, auch über "schlechte Geheimnisse" zu sprechen; und dass das kein "Petzen" ist! Das ist gerade bei missbrauchten Kindern wichtig, weil Täter das Kind einschüchtern und für den Fall "dass es mit anderen Menschen darüber redet" die fürchterlichsten Geschehnisse androht!

Theaterprogramm Teil 2

Kurzbeschreibung
Besprechung des 1. Teiles (mit den Kindern ins Gespräch kommen).
Lied (2. Strophe)

Szene 1: Mädchen trifft mit Ball ein Auto eines Mannes, der sich dann als Exhibitionist zeigt (Schuldfrage, kindgerechte Erklärung des sexuellen Missbrauchs)
Szene 2: Mädchen hat in einem Chatroom einen Buben - so glaubt es zumindest - kennengelernt und trifft sich allein im Park mit ihm (es stellt sich heraus, dass der Bub ein Mann ist) und gerät so durch diesen Mann in Gefahr (Schuldfrage, die drei Fragen für Fremde)
Szene 3: Der neue Nachbar (Wiederholung der drei Fragen für Fremde)
Abschluss: Lied

Die SchauspielerInnen der Theatergruppe spielen - wie auch in Teil 1 - alltägliche Situationen, in denen Kinder entdecken, was unter sexueller Misshandlung durch Fremde zu verstehen ist.

Kurzbeschreibung
Der zweite Teil des Programmes konzentriert sich auf Begegnungen mit Fremden. Die Bedeutung von sexuellem Missbrauch wird in Begriffen dargestellt, die die Kinder verstehen können. Sie lernen, die drei Fragen, die sie sich selbst stellen können, wenn sie auf Fremde treffen:

  • Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
  • Wenn ich tue, was die fremde Person will, weiß eine vertraute Person, wo ich bin?
  • Kann ich sicher sein, dass ich Hilfe bekomme, wenn ich welche brauche?

Diese Fragen für Fremde sind deshalb so wichtig, weil sie den Kindern die Möglichkeit geben, unklare Situationen besser einzuschätzen. Nach dem zweiten Teil des Programms verstehen die Kinder den Begriff „sexueller Missbrauch” und können diesen Begriff von anderen falschen Meinungen abgrenzen. Das ist deshalb sehr wichtig, weil der Begriff "Missbrauch" oder "sexueller Missbrauch" beinahe täglich in den Medien aufscheint, den Kindern dieser Begriff aber nicht erklärt wird, sodass sie damit auch Verbrechen wie Mord, Entführung usw. verbinden.

Theaterprogramm Teil 3

Kurzbeschreibung

Besprechung des 2. Teiles (vor allem die Schuldfrage wird nochmals besprochen).
Lied (3. Strophe)

Beginn: Beide Spieler spielen zwei missbrauchte Kinder, die von ihren Problemen erzählen.

Monolog – Kurzbeschreibung der Probleme eines Buben der sexuell missbraucht wird.
Szene 1: Kind erzählt der Mutter den Missbrauch - doch die hört nicht zu und hält die Erzählung für eine Einbildung.
Szene 2: Kind erzählt dem Trainer davon, dass der Bruder es nicht in Ruh lässt - der gibt dem Kind nur den Rat, sich auf Fußball zu konzentrieren und dann würde alles wieder gut.
Szene 3: Kind erzählt der Lehrerin den Missbrauch - die hört zu und hilft insofern, als sie dem Kind glaubt und vorschlägt gemeinsam mit Fachleuten darüber zu sprechen.
Abschluss: Lied - alle drei Strophen

Dieser Teil handelt von Missbrauch durch Familienmitglieder oder durch andere vertraute Personen. Ein sexuell misshandeltes Kind muss durchschnittlich neunmal um Hilfe bitten, bis es jemanden gefunden hat, der ihm glaubt und auch hilft. Den SchülerInnen wird erklärt, wie wichtig es ist, weiterhin nach Hilfe zu suchen.

Kurzbeschreibung
Der dritte Teil hat eine noch größere Ernsthaftigkeit und Problemsteigerung, doch die Annäherung an die Kinder bleibt positiv und beruhigend. Ein Kind wird oft bedroht und unter Druck gesetzt, wenn es sexuell missbraucht wird. Alle Verantwortung wird auf das Kind geschoben. Weil es die Familie selbst betrifft, wird dem Kind fast nie geglaubt. Es dauert sehr lange, bis ein Kind sich traut zu reden und bis es Hilfe von einem Erwachsenen bekommt. Am Ende des Programms haben die Kinder gelernt, dass sie das Recht haben, über ihren Körper zu bestimmen, Nein zu sagen und erfahren, wie sie Hilfe suchen können.

Abschluss

Den Kindern wird die Nummer von Rat auf Draht "147" erklärt und auch mit ihnen darüber diskutiert, mit welchen Problemen sie dort anrufen können. Wenn technisch und organisatorisch möglich, wird auch unter der kostenlosen Rat auf Draht Telefonnummer 147 angerufen, um den Kindern die Scheu zu nehmen anzurufen.

 

Friedensplakatwettbewerb

 

 

Internationaler LIONS Friedensplakatwettbewerb

Jugend

Der internationale LIONS Friedensplakatwettbewerb findet weltweit in 206 Ländern statt. Es nehmen ca. 450.000 Jugendliche im Alter von 11-13 Jahren daran teil und bringen ihre Gedanken zum Thema Frieden, der ja keine Selbstverständlichkeit ist, in künstlerischer Art und Weise aufs Papier.

Kunst

Die Teilnehmer benutzen unterschiedliche Techniken, um jedes Jahr ein anderes Motto darzustellen. Sie verwenden z.B. Kohle, Wachsmalstifte, Bunt- und Bleistifte und verschiedene Arten von Farben. Die Arbeiten sind sehr unterschiedlich und drücken die Lebenserfahrungen und die Kultur der jungen Künstler aus.

Global

Preisrichter aus den Bereichen Kunst, Medien, Jugendentwicklung, und humanitäre Organisationen wählen 24 internationale Gewinner aus. Die Poster werden auf der ganzen Welt über das Internet, soziale Netzwerke, Wanderausstellungen und die Medien ausgestellt.

Das österreichische Siegerplakat wird zur Teilnahme an der Weltausscheidung in die USA weitergereicht. Der Österreich Sieger bzw. die Siegerin wird in der UNO City Wien geehrt, der Weltsieger bzw. Siegerin in der UNO in New York.

Der Lions Platz in Eisenstadt

Feierliche Eröffnung des restaurierten "Pulverturms"

Jahrzehntelang fristete die Dombastei am Eisenstädter Lionsplatz ein Dornröschendasein. Nun wurde sie im Zuge des Projektes „Erhaltung der mittelalterlichen historischen Stadtmauer und baulichen Ensembles“ gemeinsam mit dem Pongratz-Haus und dem Lionsplatz saniert und am 2. Juli 2015 im Rahmen eines Festaktes und einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit übergeben.

Bürgermeister Mag. Thomas Steiner begrüßte die Gäste und freute sich, dass nunmehr an der städtebaulichen Schnittstelle der historischen Stadtmauer zwischen der mittelalterlichen Dombastei und dem barocken Pongratz-Haus ein attraktives Ensemble geschaffen werden konnte, das künftig kulturell und für diverse kleine Veranstaltungen genutzt werden soll. Ein neues kulturelles Highlight in der Landeshauptstadt ist so entstanden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 750.000 Euro.

Auch wir konnten an dieser Feier aktiv mitwirken. Präsident Dipl.-Ing. Gerhard Spatzierer präsentierte kurz die Aktivitäten des Clubs. Er dankte dem Gemeinderat der Freistadt für den Beschluss in den 80er-Jahren, in Anerkennung der Leistungen unseres Clubs und für die finanzielle Unterstützung (100.000 S) für die Gestaltung des Platzes vor der Dombastei diesen als Lionsplatz zu bezeichnen. Das ist für unseren Club eine hohe dauerhaft nach außen sichtbare Auszeichnung. Gibt es doch im deutschen Sprachraum keinen sonstigen Platz, der nach den Lions benannt wurde.

Im Anschluss überreichte er einen Scheck über 1.000 EURO für die weitere Ausgestaltung des Platzes z. B. mit Sitzbänken. Weitere Informationen über unseren Club konnten mehr als 300 Teilnehmer von 2 Schautafeln und unseren Flyern entnehmen. Nach der ökumenischen Segnung wurde ein stimmungsvolles Rahmenprogramm mit Dichterlesungen, einer Fotoausstellung mit alten Ansichten der Stadt und Musik (Blasmusikensemble des Haydn-Konservatoriums, Die Experten) geboten. Auch die Königliche Eisenstädter Schützengesellschaft wirkte an der Veranstaltung mit.

Lions Generationenspielplatz

Der Lions Kinderspielplatz wird zum Generationenspielplatz

Anfang der 80er Jahre wurde von der Freistadt Eisenstadt mit Unterstützung des Lions Club Eisenstadt in der Wormser Straße der Lions Kinderspielplatz errichtet. Nun wurde dieser in einen generationenübergreifenden Spielplatz umgebaut. Der Lions Club Eisenstadt unterstützte den Umbau (Gesamtkosten 80.000 €) mit der Anschaffung eines Ellipsentrainers im Wert von 2.500 €. Auch der Seniorenbeirat und der Motorradclub „The Iron Firm“ spendeten insgesamt 1100 €. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 26.5.2017.

Das Team Alpha Bar, Österreichs erster Calisthenics Sportverein, zeigte im Anschluss eindrucksvolle Turnübungen im Workout-Park. Für die Kinder gab es Eiscreme und Vorführungen mit Riesenseifenblasen.

Der Spielplatz ist öffentlich zugänglich.

Wasserlehrpfad Eisbach

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der weltweiten Lions Vereinigung errichtete der Lions Club Eisenstadt in Zusammenarbeit mit der Freistadt Eisenstadt einen Wasserlehrpfad entlang des renaturierten Eisbaches in Eisenstadt. Auf 8 Schautafeln und mit einer Begleitbroschüre wird der Besucher über den Eisbach, das Leben im Wasser, den Hochwasserschutz, die Renaturierung von Gewässern, den Wasserkreislauf, die Wasserversorgung, die Kanalisation und die Abwasserreinigung informiert.

Der Lehrpfad hat eine Länge von 3 km und ist für Kinder und Erwachsene geeignet. Er ist ganzjährig frei begehbar bzw. kann auch mit dem Fahrrad besichtigt werden. Parkmöglichkeiten für PKW finden Sie oberhalb des Rückhaltebeckens Kleinhöflein, beim Shopping Center Haidäcker Park und vor dem Bauhof/der Abfallsammelstelle der Freistadt Eisenstadt. Bei Interesse können nach Voranmeldung auch geführte Wanderungen mit einer Naturpädagogin des Naturschutzbundes Burgenland organisiert werden.

Kontakt:  Ilse Szolderits, Tel.: 0699/81416935, Email: ilse.szolderits@naturschutzbund.at

Bei Interesse können auch die Anlagen des WLV Nördliches Burgenland (Tel.: 02682/609 279) und des AWV Eisenstadt-Eisbachtal (Hr. Dipl.-Ing. Thomas Kögler, Tel.: 02682/64501) besichtigt werden.

Weitere Auskünfte gibt Ihnen gerne Dipl.-Ing. Gerhard Spatzierer, Tel.: 0664/7318 2201.

Die Begleitbroschüre kann kostenlos im Rathaus Eisenstadt (Info-Stelle) bezogen werden.

Am 13. Mai 2017 wurde dieser Lehrpfad feierlich nach Segnung durch Generalvikar Mag. Martin Korpitsch und Dr. Herbert Rampler von Bgm. Mag. Thomas Steiner und Präsident Ing. Reinhard Hackel eröffnet.

Baumpatenschaft

Baumpatenschaft im Eisenstädter Schlosspark

Anlässlich des 100. Geburtstages der Lions übernahm der Lions Club Eisenstadt die Baumpatenschaft für eine Gruppe von Taschentuchbäumen vor dem Leopoldinenteich im Eisenstädter Schlosspark. Der Name der Bäume nimmt Bezug auf die weißen Hochblätter, die wie Taschentücher in den Ästen hängen. Dieser Baum stammt aus China und ist für die Lions auch als Symbol für die weltweiten Aktivitäten und die Verwurzelung unseres Clubs in der Landeshauptstadt Eisenstadt anzusehen.

Am 27. Februar 2017 wurde vom Präsidenten des Lions Club Eisenstadt, Hrn. Ing. Reinhard Hackel in Anwesenheit von Bgm. Mag. Thomas Steiner und dem Obmann der Freunde des Eisenstädter Schlossparks, Hrn. DI Wolfgang Leiner feierlich ein Gedenkstein enthüllt und eine Stiftungsurkunde übergeben.

Altbrillensammlung

Altbrillensammlung

Warum sammeln wir alte Brillen?

Das schlechte Sehvermögen von 153 Millionen Menschen, die sonst keinen Zugang zur Augenversorgung haben, kann mit gebrauchten, jedoch weiterhin gebrauchsfähigen Brillen, korrigiert werden. Mit Hilfe gespendeter Brillen können Millionen von Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben die Chance erhalten, richtig zu sehen und somit eine Schule zu besuchen, einem Beruf nachzugehen und für ihre Familien sorgen zu können. Ziel unserer Brillensammelaktion ist es, vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen kostenlos gutes Sehen zu ermöglichen.

Im Jänner 2016 startete wieder eine Aktion mit dem aus Nìgeria stammenden Pfarrer Mag. Dr. Emeka Emeakaroha von der Pfarrgemeinschaft Ober-Grafendorf-Welnburg, beì der Altbrillen - so gut es eben geht - Menschen als Sehhilfe angepasst werden.

Wir sammeln

Brillen, Lesebrillen, Sonnenbrillen und Brillengestelle

Wo kann ich meine alten Brillen abgeben?

In allen Altbrillensammelstellen - einfach in die Sammelbox einwerfen! Die Standorte für Sammelboxen finden sie unten angeführt.

Was geschieht mit den gesammelten Brillen?

Die gesammelten Altbrillen werden in der Fachberufsschule für Optik in Hall in Tirol aufbereitet, ausgemessen, nach Stärken sortiert und sodann nach Burkina Faso weitergeleitet, wo eine Kooperation mit der ersten Optikerschule in West Afrika besteht. Weiters ist eine Kooperation mìt einer Augenstation in Kenia geplant.

Ausgebildete Lions sowie professionelle Augenärzte führen Augentests durch und versorgen bedürftige Kinder und Erwachsene kostenlos mit gebrauchten Brillen.

So erfüllt unsere Lions-Aktion einen doppelten Zweck. Erstens kommen die Brillen dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden und zweitens dient unsere Aktion auch der Lehrlingsausbildung in Österreich.

Spenden Sie ihre alte Brille für ein neues Lebensgefühl!

Erste Ergebnisse der Sammelaktion:

Der Lions Club Eisenstadt sammelte im Jahre 2016 in der Landeshauptstadt und im Bezirk Eisenstadt-Umgebung mit 20 Sammelstellen Altbrillen. Insgesamt wurden von der Bevölkerung bisher 3.280 Altbrillen gespendet und vom Lions Club Eisenstadt an die Optikerschule nach Hall in Tirol geschickt.

Auch der Bgm. von Eisenstadt, LAbg. Mag. Thomas Steiner, stellte sich in den Dienst der guten Sache. "Wir freuen uns, dass damit vielen fehlsichtigen und bedürftigen Menschen in Afrika geholfen werden kann." Auf Grund des beeindruckenden Sammelergebnisses wird die Aktion auch im Jahre 2018 mit 11 Sammelstellen fortgesetzt.

Standorte der Sammelboxen für Altbrillen

 

7000 Eisenstadt

  • Fa. Brilleria Augenoptik, Hauptstraße 37
  • Landhaus-alt, Personalvertretung, Europaplatz 1
  • Fa. Nechansky, Beim alten Stadttor 5
  • Pearle Österreich GmbH, Haidäcker Park 2
  • Rathaus, Hauptstraße 35

7062 St. Margarethen

  • Gemeindeamt, Hauptplatz 1

7082 Donnerskirchen

  • Schutzengel Apotheke, Neusiedlerstraße 16

7083 Purbach

  • Schutzengel Apotheke, Hauptgasse 13
Hilfe für Burkina Faso

Mit Mangos Schulen bauen

Foto Andreas Reichert

Foto: Andreas Reichert

Burkina Faso, die ehemalige französische Kolonie Obervolta, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Etwa 90 % der Bevölkerung betreiben den Anbau von Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf. Nur rund 36 % der ca. 19 Mio. Einwohner beherrscht das Alphabet. Viele Kinder können auch heute noch nicht zur Schule gehen.

Nur wenige Eltern können die Einschreibe- und Verwaltungsgebühren sowie die Schulhefte und Stifte selbst bezahlen. Beim Bau von Schulen muss auch die Bevölkerung mithelfen.

In Thalheim (D) wurde im Jahre 1999 der Hilfsfonds "Burkina Faso" gegründet. Dieser Hilfsfonds hat sich unter dem Motto "Schulen bauen - Zukunft bauen" zum Ziel gesetzt, vor Ort durch den Bau von Schulen Bildung zu schaffen und die damit verbundenen Arbeitsplätze vor Ort zu sichern - als Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft.

Beabsichtigt der Hilfsfonds eine Schule zu bauen, so fragt er beim Kultusministerium an, welche Dörfer oder Regionen noch Schulen benötigen. Der Vorschlag des Ministeriums wird aufgegriffen, die Schule geplant, gebaut und mit Einrichtungsgegenständen ausgerüstet. Zur Eröffnung kommt dann ein Vertreter des Ministeriums und übernimmt die Schule. Mit der Eröffnung geht sie in Staatseigentum über, der Staat bezahlt im Weiteren die Lehrer. Die Gebäudeinstandhaltung wird durch den Hilfsfonds geleistet.

Da es auf dem Land in Burkina wenig öffentliche Verkehrsmittel gibt (80 % der Bevölkerung sind mit Fahrrad und Moped unterwegs) und die Kinder zu Fuß in die Schule gehen, ist es notwendig, möglichst viele Schulen in Dorfnähe zu bauen (Idealfall wäre eine Entfernung von weniger als 8 km Fußweg).

Mit dem Erlös von Mango-Exporten aus Burkina Faso nach Österreich und Deutschland sowie weiteren Unterstützungen werden diese Ziele verwirklicht. Dadurch können auch 30 Bauernfamilien vom Verkauf ihrer Mangos leben.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999 wurden insgesamt 9 Grundschulen und 1 Berufsschule an verschiedenen Standorten gebaut. Der Bau einer Klasse kostet etwa 6.000 EURO. In der Regel werden 50 bis 80 Kinder von einem Lehrer unterrichtet. So muss jährlich ein Klassenzimmer für jeden Jahrgang hinzugebaut werden, um die Schüler aller 6 Jahrgänge einschulen zu können. 2016 wurde mit dem Bau einer Schule für sehbehinderte und blinde Kinder in Noana begonnen. Auch diese Schule wird vom Fonds unterstützt. Jedes Jahr besuchen Delegationen aus Deutschland und Österreich die Projekte, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Weitere Projekte sind die Stromversorgung durch Solaranlagen und Aufforstungen, davon 3,5 ha bei den Schulen. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse "ernten" können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben, wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen. Die Kinder bekommen dafür ein kleines Taschengeld (ca. 10 EURO im Jahr).

Zusammenfassung:

Durch die Arbeit und Projekte des Hilfsfonds sollen nachfolgende Punkte realisiert werden:

  • Durch Bildung Wohlstand für alle schaffen, d.h. an möglichst vielen unterschiedlichen Standorten Schulen bauen inkl. Mensabetrieb und schuleigenen Brunnen sowie durch die Erweiterung der Erwachsenenbildung
  • Aufbau eines dualen Berufsausbildungssystem nach deutschem/österreichischem Vorbild
  • Handwerker, Bauern und Handel vor Ort Arbeit geben und unterstützen
  • Erwirtschaftung des nötigen Kapitals durch den Verkauf von Mangos und in naher Zukunft auch mit Papayas - hierzu entsprechende Aufforstungen durchführen
  • Neue Technologien wie Solartechnik einführen, so dass im Land Fachkräfte dafür ausgebildet werden können
  • Stärkung der Wirtschaft durch Import/Export und Verkauf von Produkten in Deutschland und Österreich
  • Durch Wirtschaftswachstum auch die Demokratiebewegung stärken und voran bringen

Weitere Informationen finden Sie auf www.direkthilfe-Burkina.de

Einfriedung Koudougou

Einfriedung Koudougou

Blindenschule in Nouna

Blindenschule in Nouna

Grundschule in Dapoya

Grundschule in Dapoya

Aufbau von Solarmodulen

Aufbau von Solarmodulen

Projektfortschritte 2018

  • Feierliche Einweihung neuer Klassenräume
    der Grundschule in Dapoya, die heute über insgesamt 6 Klassenräume und Lehrerzimmer verfügt. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass inzwischen die Anzahl der Mädchen und Jungen in einer Kasse ungefähr ausgeglichen ist. Mit der Montage einer Solaranlage (Januar 2017) verfügt auch diese Schule über elektrischen Strom und kann abends belichtet werden.

 

  • Wasserspeicher mit Solarpumpe:
    Im April 2018 hat die Berufsschule in Koudougou einen Wasserhochbehälter erhalten. Dieser wurde in einer Konstruktionswerkstatt extra angefertigt. Darin kann nun eine große Wassermenge gespeichert werden, damit auch in langen Trockenphasen ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Um das Wasser aus der Erde in den Behälter zu befördern, wurde nun im Juni 2018 eine solarbetriebene Wasserpumpe installiert. Die neue Wasserstelle wird dankbar angenommen, nicht nur von den SchülerInnen, sondern auch von den Menschen aus der Umgebung.

  • Aufforstungsprojekte:
    An den Schulen gibt es Baumpflanzungsprojekte mit einer Aufforstungsfläche von ca. 3,5 ha. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse „ernten“ können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen.

 

Alternativer-Nobelpreis
Die Zeit berichtete über die Verleihung des alternativen Nobelpreises an Yacouba Sawadogo.
Sawadogo ist ein Bauer aus dem Norden von Burkina Faso, der eine eigene den Anbau von Getreide in der Sahelzone entwickelt hat.
Nachfolgender Link führt zum Zeitartikel:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-09/yacouba-sawadogo-alternativer-nobelpreis-landwirtschaft-trockenheit-boeden
PS: der Nobelpreis hat keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verein „Direkthilfe-Burkina“

Projektfortschritte 2017

Solarstromanlage für Schule in Dapoya

Solarmodul Schule Dapoya

Im Januar 2017 hat auch die Grundschule in Dapoya eine Solaranlage erhalten. Passam Tiendrebeogo konnte bei seinem Burkina-Besuch Anfang des Jahres der Inbetriebnahme der neu installierten Solaranlage beiwohnen. Dadurch wird nun auch an dieser Schule durch die neu gewonnene Elektrizität der abendliche Erwachsenenunterricht möglich gemacht. Schüler und Lehrer sind hoch motiviert und freuen sich an der schönen Schule.

Ausbildung in Digitaltechnik

Unterricht in Digitaltechnik

Im Juli wurden die Klassenräume unserer Berufsschule in Koudougou für die Ausbildung junger Menschen in Digitaltechnik genutzt. 160 Schülerinnen und Schüler konnten daran teilnehmen. Die hierfür erforderlichen PCs wurden von der Realschule Spaichingen und der Uni Basel zur Verfügung gestellt. Das Ministerium für Entwicklung, Kommunikation und digitale Angelegenheiten hat die Schulklassen besucht und die Zufriedenheitsnote „sehr gut“ vergeben.

Gelände der Berufsschule erhält Umzäunung

Handarbeit

Im August ist mit der Einfriedung des Berufsschulgeländes in Koudougou begonnen worden. Dafür wurde für das Fundament der Mauer zunächst ein tiefer Graben ausgehoben – alles in Handarbeit mit Hacke, Spaten und Schaufel! Schon im Oktober ist das Fundament fertiggestellt.

Elektrische Getreidemühle finanziert

Getreidemühle

Der Bürgermeister der Kommune von Boussé (50 km nordwestlich der Hauptstadt Ouagadougou gelegen) erhält vom Hilfsfonds eine elektrische Getreidemühle. Diese wurde vom Salzladen in Freiburg gespendet. Die Mühle erspart den Frauen viel körperliche Arbeit, Zeit und Kraft, die sie nun für andere Aktivitäten nutzen können.

Solarstromanlage für Schule in Villy

Solarmodule

Unsere erste Schule (2001-2004 gebaut) verfügt nun auch über elektrisches Licht. Rechtzeitig vor Schulbeginn wurde die neue Solaranlage in Betrieb genommen. Somit kann auch an dieser Schule Abendunterricht stattfinden. Besonderen Dank gilt unserem Partnerverein „Solar-Energie für Afrika e.V.“, mit dem zusammen dieses Projekt verwirklicht worden ist.

Blindenschule erhält eigenen Trinkwasserbrunnen

Fertiger Brunnen

Die im Herbst 2016 gebaute Schule in Nouna für Sehbehinderte und andere Kinder, hat im Sommer 2017 einen eigenen Trinkwasserbrunnen erhalten. Diese Investition ist sehr wichtig. Denn für Kinder, die wegen verunreinigtem Wasser erkranken und nicht zur Schule gehen können, hat der schönste Bau keinen Nutzen. Außerdem müssen die Schülerinnen und Schüler ihr Trinkwasser nicht mehr kilometerweit schleppen, sondern können es vor Ort frisch & kühl an die Oberfläche befördern.

Nähmaschinen für Berufsschule

Nähmaschinen Berufsschule

Mit dem Erhalt von mehreren Nähmaschinen, die uns die Realschule Spaichingen zur Verfügung gestellt hat, kann mit der Ausbildung zur Schneiderin bzw. zum Schneider an der Berufsschule in Koudougou begonnen werden. Der erste Ausbildungskurs soll mit dem nächsten Semester starten.

Lese- und Bastelworkshops an der Berufsschule

Kinderbetreuung lesen

Dieses neue Angebot in Koudougou richtet sich vor allem an Kinder, die wegen der Berufstätigkeit ihrer Eltern viel auf sich alleine gestellt sind. In den Räumen unserer Berufsschule finden deshalb seit neuestem unterschiedliche Workshops statt, die den Kindern helfen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Sie werden beaufsichtigt, angeleitet und erfahren Gemeinschaft. Als Gegenleistung helfen die Kinder mit, das Gelände der Berufsschule sauber zu halten.